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Pflege in der Krise

 

Pflege in der Krise


Zwei gravierende Probleme treffen beim Thema Pflege aufeinander: ein Milliardenloch bei den Pflegekassen und ein steigendes Pflegerisiko für jeden einzelnen.


Die Probleme im Einzelnen

1,5 Milliarden fehlen

Die Pflegeversicherung steckt in einer tiefen Krise. Im vergangenen Jahr haben die Kassen ein Minus von mehr als 1,5 Milliarden Euro gemacht. Und die finanzielle Situation in der Pflege spitzt sich weiter zu.

Für dieses Jahr erwartet die GKV, trotz der kürzlichen Beitragserhöhung, ein Defizit von rund einer halben Milliarde Euro. Kommt eine Pflegekasse in die finanzielle Schieflage, erhält sie Zuschüsse des zuständigen Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS); und zwar aus einem Ausgleichsfonds, eine Art Reserve, auf die im Notfall zurückgegriffen werden kann. Doch dieser Ausgleichfonds läuft langsam leer. Er speist sich aus Einzahlungen aller Kassen, was auch die soliden in Schwierigkeiten bringen könnte. Es steht also zwangsläufig die nächste Pflegereform an.

Pflegerisiko steigt

"Zu 90 % werden wir alle einmal pflegebedürftig sein!", so eine Expertin und Gutachterin im medizinischen Dienst.

Zudem steigen durch die verbesserte medizinische Versorgung auch die Aufenthaltsdauern in Pflegeheimen. Waren 2016 16,8 % der Verstorbenen 3 Jahre und länger pflegebedürftig, stieg ihr Anteil in 2023 auf 38,5 %. Das weist der Pflegereport 2024 der Barmer aus.


Die voraussichtlichen Folgen

Die beiden enormen Herausforderung haben wohl in erster Linie finanzielle Konsequenzen:

  • Auf Pflegepflichtversicherte kommen wahrscheinlich deutlich steigende Beitragssätze zu. Der BKK-Dachverband spricht schon von einem notwendigen Anstieg auf 4,03 % (4,63 % für Kinderlose) bereits in diesem Jahr.
  • Im Schnitt sind für einen stationären Pflegeplatz jährlich 33.400 EUR für ein Pflegeheim aus eigener Tasche zu zahlen. Bei der durchschnittlichen Pflegedauer von 7,5 Jahren sind das über 250.000 EUR.
  • Es gibt auch Forderungen nach dauerhaften Zuschüssen des Staates; finanziert aus dem Bundeshaushalt, also aus Steuermitteln. Somit zahlen das alle Bürger*innen, und auch wieder die Pflichtversicherten.


Die Lösung

Wer bereits Leistungen wegen Pflegebedürftigkeit erhält, ist nicht versicherungsfähig. Eine private Pflegezusatzversicherung ist dann nicht mehr möglich.

Sorge daher frühzeitig vor! 

Welche Art der Pflegevorsorge die richtige ist, finden wir gemeinsam heraus. Diese Formen gibt es:


Pflegerente

Je nach Pflegegrad wird eine monatliche Rente ausgezahlt. Die Beiträge bleiben von Anfang an stabil. Diese Art der Lebensversicherung hat noch andere Vorteile wie Deckungsstock, Überschussanteile und Rückkaufswerte.

Pflegetagegeld

Bei dieser Risikoversicherung wird bei Pflegebedürftigkeit ein festgelegter Betrag pro Tag bzw. Monat ausgezahlt, der zur freien Verfügung steht. Die monatliche Prämie ändert sich jedoch mit zunehmendem Alter. Sie ist teurer als eine Pflegekosten-, jedoch günstiger als eine Pflegerentenversicherung.

Pflegekosten

Hierbei werden die tatsächlich anfallenden Kosten für Pflegeleistungen erstattet, die über Rechnungen nachgewiesen werden müssen.

Unter den privaten Pflegezusatzversicherungen ist sie meist die Günstigste.

Pflege-Bahr

Beim Pflege-Bahr handelt es sich um einen staatlichen Zuschuss von 5 € pro Monat zu einer zusätzlichen und somit freiwilligen Pflege-Tagegeldversicherung. Es gibt zwar keine Gesundheitsprüfung, aber eine Wartezeit von 5 Jahren. 


Dein erster Schritt zur Pflegevorsorge

Erfahre mehr in einem persönlichen Gespräch!