Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sichert dein Einkommen ab, falls du aufgrund von Krankheit oder Unfall deinen Beruf ganz oder teilweise nicht mehr ausüben kannst.
Was sichert eine BU ab?
Berufsunfähigkeit: Wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % für voraussichtlich mindestens 6 Monate nicht mehr ausüben kannst.
Monatliche Rente: Du erhältst eine vereinbarte BU-Rente, solange die Berufsunfähigkeit besteht.
Unabhängig von der Ursache: Ob psychisch (z. B. Burnout, Depression) oder physisch (z. B. Rückenprobleme, Unfall) – die Ursache spielt keine Rolle.
Worauf solltest du achten?
Hier sind die wichtigsten Punkte:
1. Definition der Berufsunfähigkeit
Achte darauf, dass die Versicherung auf deinen konkreten Beruf abstellt, nicht auf eine abstrakte Tätigkeit (z. B. „Sie könnten ja noch etwas anderes machen“).
Gute Tarife verzichten auf die sogenannte abstrakte Verweisung.
2. Höhe der BU-Rente
Sie sollte etwa 60–80 % deines Nettoeinkommens betragen, damit du deinen Lebensstandard halten kannst.
Beispiel: Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 € wären 1.500–2.000 € BU-Rente sinnvoll.
3. Laufzeit
Idealerweise bis zum Renteneintrittsalter (z. B. 67 Jahre).
Kürzere Laufzeiten können zu Versorgungslücken führen.
4. Gesundheitsfragen
Die Gesundheitsprüfung ist entscheidend. Sei ehrlich und vollständig bei der Beantwortung.
Tipp: Lass vorab eine anonyme Risikovoranfrage über deinen Finanzberater durchführen, um zu sehen, ob du versicherbar bist.
5. Nachversicherungsgarantie
Damit kannst du die BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen, z. B. bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Gehaltserhöhung.
Manche Versicherer bieten auch zusätzliche feste Intervalle an – also z. B. alle 5 oder 10 Jahre.